6 Jahre und nur ein halbes Girl

Nun haben wir es geschafft: 6 Jahre und die Schule kann beginnen. Was wir denn bisher gemacht haben? Na, Vorschule. Natürlich für Hochbegabte!

Unser wunderbarer Chor samt Chorleiter Clemens

Der glockenhelle Sopran

Wir haben gefeiert mit einem kleinen Konzertchen, welches so richtig Freude machte. Kann man doch mit 6 etwas entspannter an die Sache gehen. Wenn nicht das halbe Girl gewesen wäre.

Mag sein, dass wir da mal ´ne Stunde der Vorschule geschwänzt haben oder der Lehrer die Noten des Öfteren gegen vermeintlich bessere austauschen musste.

 

 

Die zwei Tenöre, unser herrlicher Bass und ein bisschen Sopran

Warten wir´s ab, ob aus dem halben Girl noch „The Girl from Ipanema“ wird. Aber wir sind ja auch erst 6 – was verstehen 6-jährige schon von Liebe…

 

 

 

 

 

Die Mädels vom Alt mit Ihrem nie ganz leichten Stimmenpart mit ein bisschen vom Tenor und Bass

 „… Oh, doch er betrachtet sie so traurig.
Wie kann er ihr sagen, dass er sie liebt?
Ja, so gern würde er ihr sein Herz schenken
 Doch jeden Tag, wenn sie ans Meer geht,
Schaut sie geradeaus
Und nicht zu ihm“ (schmacht…)

 Bis bald am

– 09.06. zur Klingenden Stadt
– 21.06. Fête de la musique
– 24. – 26.08.  Hechtfest

Neustart 2018

Und nun wollen wir glauben an ein langes Jahr, das uns gegeben ist,
neu, unberührt, voll nie gewesener Dinge, voll nie getaner Arbeit,
voll Aufgabe, Anspruch und Zumutung.
Wir wollen sehen, dass wir’s nehmen lernen, ohne allzu viel fallen zu lassen
von dem was es zu vergeben hat, an die, die Notwendiges, Ernstes und
Großes von ihm verlangen.

Rainer Maria Rilke (1875 – 1926),

Und damit wünschen wir Euch und Euren Familien ein gutes und vor allen Dingen gesundes neues Jahr.

Das vergangene Jahr haben wir wie gewohnt mit unserem Weihnachtskonzert in unseren Probenräumen beschlossen. Ein Konzert, welches durch ein besonders lustiges und sangesfreudiges Publikum herausstach.

Der Chor feierte mit einem opulenten Buffet und dem obligatorischen Schrottwichteln. Da wechseln so manche Schätze den Besitzer.  Wer wollte nicht schon immer den „Wortschatz der Liebe“ in den Händen halten… 

Ein weiteres Konzert gaben wir in der Physiotherapie 101. Die ehemaligen Räume der Druckerei „Völkerfreundschaft“ hatten einen besonderen Klang. Hier beeindruckte uns ein sehr aufmerksames Publikum, welches mit einer ungewohnten Ruhe dem Konzert lauschte. Eine ganz wunderbare Stimmung.

Tja und dann verkrümelte sich das Jahr irgendwie in einer rasenden Geschwindigkeit.

Jetzt können wir in den kommenden Wochen Pläne für das neue Jahr schmieden und neue oder noch nicht komplette Stücke proben. Dieser alljährliche Neubeginn hat schon was.

Wir sind gespannt!

Einladung zum Allerwelts-Weihnachtskonzert

Auch in diesem Jahr stimmt der Chor seine Gäste wieder auf das Weihnachtsfest ein.

Wir laden herzlich ein zu unserem Weihnachtskonzert:

am Mittwoch, dem 13.12.2017, 19:00 Uhr

in die Galerie der St. Pauli-Ruine in der Hechtstraße 32.

Geboten wird eine weihnachtliche Reise durch die Welt für Groß und Klein mit bekannten und neuen Weihnachtsliedern.  

Für die weihnachtlichen Genüsse ist gesorgt!

Der Eintritt ist frei – Spenden sind willkommen!

Wir sind auch ein bisschen Luther…

Seit diesem Jahr steht in der Dresdner Heide an der Luther-Eiche, gleich neben dem Luther-Denkmal von 1917, eine neue Holzbank mit einer Aufschrift, die prima zu unseren letzten Wochen passt:

„Auf böse und traurige Gedanken gehört ein gutes, fröhliches Lied und freundliche Gespräche.“ – na klar, von Luther!

Von bösen und traurigen Gedanken war natürlich nichts zu spüren, aber gleichwohl laufen alle Chormitglieder auch nur in irgendeinem Hamsterrad.

Aber nun mal ganz von vorn: Anfang des Jahres träumte unser Chorleiter Clemens einen Tagtraum. Ob wir nicht mal Lust verspürten, einen Choraustausch zu probieren. Da gäbe es einen Chor in Erfurt…

Ich kann mich an unsere sofortige Reaktion nicht mehr erinnern. Ablehnung war es jedenfalls nicht! Clemens war da sicher in seinen Gedanken schon viel weiter. Vielleicht stand ja schon das Programm. Zuzutrauen ist ihm da so manches.

Nun fand sich auch freiwillig ein unschuldiges Sopran-Mädchen, nennen wir es Sandy, welches unvorbelastet die Hand hob, als es an die Organisation ging (Aufatmen beim restlichen Chor).

Je näher der geplante September kam, um so mehr häuften sich die Doodles und Mails. Alle wussten, der Erfurter Chor rotiert ebenso. Anreise, Unterkunft, Verpflegung, Auftrittsort, Pianist, Werbung, Gastgeschenke usw. für jeweils 25 Chormitglieder zu organisieren, macht man nicht jeden Tag. Sandy und Clemens, das war ’ne Meisterleistung!

Aber mit der Aufregung stellte sich zum Glück auch eine große Vorfreude ein. Ausgelassen haben wir am 08. September auf Heikes 50. Geburtstag in einer gemütlichen Erfurter Kneipe angestoßen. Nicht ohne Ständchen. Für „Tourdion“ braucht keiner mehr die Noten.

Spät ins Bett, früh zum Frühstück und auf in die Schottenkirche. Und immer ging es durch die herrliche Erfurter Innenstadt. Wir waren des Lobes voll (Clemens, sieh uns die fortwährende Schwärmerei bitte nach!).

„Collegium cantat“ probte schon in der wunderbaren Kirche, welche auf das 11. Jahrhundert zurückgeht. Man ist in einer solchen Atmosphäre ganz von allein still. Unsere ersten Probentöne waren dann sicher auch noch etwas vorsichtig. Nicht alle Tage hat man die Möglichkeit in so einer wohlklingenden Akustik zu singen.

 

 

 

 

 

Es wurde ein wunderbares Konzert. Ein besonders schönes Klangerlebnis waren für uns alle die drei gemeinsam gesungenen Stücke. Wenn ein Chor mit 50 Sängern Stücke wie „Verleih uns Frieden“ (Mendelssohn), „Cantique de Jean Racine“ (Fauré) und Abendlied (Reinberger) vorträgt, ist das selbst für die Sänger ein sehr eindrucksvolles Erlebnis.

Eine gut gefüllte Kirche und ein herzlicher Applaus waren der Lohn für viele Wochen und Wochenenden Probenarbeit.

Unsere Erfurter Chorfreunde hatten nach dem Konzert ein famoses Buffet aufgebaut. Nun, da sich die Spannung erst mal gelegt hatte, war das eine willkommene Überraschung. Und noch viel anregender waren die vielen guten Gespräche, welche sich mit den Erfurtern ergaben.

Clemens hat uns, nunmehr gut abgefüttert, seine Stadt noch einmal in einer Nachtwanderung vorgestellt. Thema: Als ich ein kleiner Junge war. Wir waren beeindruckt und sind es weiter. Also noch einmal, Erfurt ist eine herrliche Stadt!

 

Nach diesem Wochenende kam der Endspurt. Die letzten Vorbereitungen für den Auftritt in unserer Stadt. Nicht ohne Schwierigkeiten hatten wir einen schönen Auftrittsraum in der Apostelkirche in Dresden-Trachau finden können. 900 Jahre jünger und mit einer völlig anderen Akustik. Und es gab noch so viel zu tun. Wie ein Bienenstaat funktionierte der Chor. So wurde auch dieser Auftritt ein gelungenes Erlebnis.

 

Dann war Stärkung in der „Rudolphia“ angesagt. Bei bester Stimmung konnten auch hier wiederum schöne und anregende Gespräche geführt werden. Und bei Gesprächen ist es nicht geblieben. Was wäre das für ein Chortreffen, wenn nicht bei jeder Gelegenheit gesungen wird. Es war von einem richtigen kleinen Wettkampf die Rede ;-).

Sandy führte am Sonntag noch ein Chorhäufchen aus Erfurt in ihr Arbeitsreich im Hygienemuseum.  Ihre Spielwiese ist sonst die Kinderausstellung des Museums. Aber hier konnte sie auch die Erwachsenen begeistern. So mancher war das letzte Mal im Kindesalter im Hygienemuseum („Kundi“ lässt grüßen). Es ergaben sich auch hier wieder   spannende und schöne Gespräche.

Nach 2 Wochenenden gemeinsamer Arbeit und Freizeit waren beide Chöre sehr angetan von diesem Experiment und möchten den Kontakt zueinander nicht gern verlieren!

Ja, und hier schließt sich nun der Kreis zu den eingangs zitierten Worten Luthers. Denn genau darum ging es: gutes, fröhliches Lied und freundliche Gespräche.

(PS: Clemens hat schon neue Pläne. Es gibt da so einen Chor…)